Der Künstler


Reinhold Maximilian Kaiser (*1948 in Regensburg, aufgewachsen in Ottobrunn bei München) war ein deutscher Maler. In seinen Aquarellen, Zeichnungen und Plastiken nahm Kaiser verschiedenste Anreize aus Natur und Umwelt auf und stellte diese graphisch, malerisch und dreidimensional in variabler Technik in einen neuen Sinnzusammenhang: „Die Natur bestehlen, ohne Schaden anzurichten.“

Nach seinem Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Akademie der Bildenden Künste (bei Prof. Zacharias und Prof. Süß) führten den Freigeist zahlreiche Studienreisen in europäische, afrikanische, asiatische und südamerikanische Länder.

Seit 1978 war Reinhold Kaiser als Kunsterzieher und freischaffender Künstler tätig. Er war seither sowohl im lokalen Kontext seiner Wahlheimat Aichach unterwegs als auch mit diversen Ausstellungsbeteiligungen in Polen, Russland, Frankreich, Österreich, China und Jemen aktiv.

Für „Kaisers ABC der fabelhaften Tiere“ kollaborierte der Künstler erstmals mit seiner Tochter Veronika. Die Modedesignerin entwickelte das bezaubernde ABC-Plakat, und der Vater malte die Tiere: Wilde, künstlerische Wesen mussten mit naturalistischen Aquarellzeichnungen vereint werden. Beiden machte das Tüfteln Spaß, beiden raubte es manchmal den letzten Nerv. So entstand ein beeindruckendes Werk mit 24 fabelhaften Tieren und einem handgeschriebenen ABC, das bis heute nicht nur Kinderherzen höherschlagen lässt.

Verstorben am 1. November 2025.

Presse

„Für mich ist Reinhold M. Kaiser – und das mag für jemand, der sich mit dem Phänomen auseinandergesetzt hat, zunächst vielleicht überraschend klingen -, Kaiser ist für mich der Prototyp eines postmodernen Künstlers. Postmodern allerdings nicht, wie das immer wieder gemacht wird, verstanden als oberflächliche Beliebigkeit, sondern als radikale Vielfalt, als eine Form der Theorie und Praxis, des Denkens und Handelns, das Pluralität wirklich einlöst.“
— Dr. Berndt Herrmann